Gedanken / Blog


Foto by: Hooves & Paws Photography

05.07.2020

Tun können, was einem Spaß macht - darauf kommt es doch an, oder? Und all diese Pferd-Menschen-Paare begleiten zu können und zu dürfen, das macht mir sehr viel Spaß!

Immer? Ehrlich gesagt nein.., manchmal ist es auch nur wie jeder andere Job auch und ich muss mich aufraffen, um los zu fahren und diesen Job zu erledigen. In der Regel werden diese Einheiten jedoch dann die besten, weil ich mich dann doch sehr schnell vor Ort wieder für das begeistern kann, wofür ich da bin: zu helfen und zu unterstützen, ein tolles Team zu bilden!

Erstaunte Gesichter zu sehen, wenn der Mensch merkt, wie viel mehr sie schon können, weil sie sich das eine oder andere einfach noch gar nicht zugetraut haben. Zu sehen, wie fein das Pferd eigentlich ist, wenn man ihm die Chance dazu gibt. Zu sehen, was so ein paar kleine Bälle mit dem eigenen Sitz alles anstellen können. Es einfach endlich auf dem Pferderücken genießen können, frei, stolz und unbeschwert zu sein. Und das sind dann Momente wie dieser auf dem Bild, wo ich einfach lächeln muss, weil ich weiß, ich tue doch das Richtige und auch, wenn ich es in Zukunft vielleicht zeitlich nur etwas begrenzter machen kann, ich möchte damit nicht mehr aufhören. 


22.04.2020

Endlich hab ich mein erstes kleines Video für euch fertig gestellt! Mein zweiter persönlicher Erfolg, nachdem ich auch endlich meine ersten smarten Trainingskarten fertiggestellt und in den Verkauf gebracht habe. Ich würde ja gern mehr Videos erstellen und auch einen Online-Kurs für euch anbieten - mal sehen, ob ich das in diesem Jahr auch noch schaffe.

Ich hoffe, das Material gefällt euch - ich würde mich über Likes und Empfehlungen freuen!



22.03.2020

Wieder einmal ist es wahnsinnig lange her, dass ich hier einen Beitrag verfasst habe - puh!

Es passiert gerade so viel in meiner kleinen Welt, aber auch in der großen weiten Welt, dass es schwer fällt, Schritt zu halten. Dabei ist Schritt doch die langsamste Gangart, oder? Dazu aber auch die schwierigste - jedenfalls für Pferd und Reiter :)

 

Ich nutze die Zeit, um tatsächlich, so lange es nun noch möglich war, so viel Zeit wie möglich mit Dino zu verbringen. Es macht gerade einfach so viel Spaß mit ihm! Er ist super motiviert und echt fit für sein Alter und dafür dass wir so lange nicht gearbeitet haben.

Außerdem versuche ich mit meinen Online-Projekten endlich voran zu kommen - ich habe bereit einen kleinen Ausschnitt meiner smarten Trainingskarten an jemanden geschickt, der sie mal testen soll und von dem ich ein Feedback dazu bekomme, was ich noch verbessern kann. Ich bin sehr auf dieses Feedback gespannt!

Außerdem hat mich die Lust gepackt, an meinem ersten Webinar weiter zu feilen und dafür habe ich nun die Tage über versucht, Fotos und Videos zu machen - so ganz überzeugt bin ich von dem Material noch nicht, aber vielleicht muss ich mich auch mal mit etwas weniger als 100 % zufrieden geben.


31.01.2020

Neues Jahr - neues Glück?

Wer weiß das schon...? Für mich persönlich startete das neue Jahr leider nicht so wahnsinnig gut, denn ich hatte einen zweiten Bandscheibenvorfall, der operiert werden musste. Nun bin ich in der Phase der Regenerierung und hoffe, dass ich bald wieder ganz fit bin. Währenddessen versuche ich nun wieder etwas an dem Online-Business zu arbeiten und bin ganz stolz, dass ich heute die ersten 7 Seiten der "smarten Trainingskarten" erstellt habe. Ich bin gespannt, ob diese Karten später nach Fertigstellung Anklang finden werden.

Weiterhin habe ich Anfragen von neuen Schülern erhalten, auf die ich ganz gespannt bin!

Im Februar darf ich wieder einen Kurs zum Thema "Reiten mit Franklin-Bällen" geben und freue mich da auch schon wahnsinnig drauf, denn ich habe so viele Ideen, die ich den Kursteilnehmern zeigen möchte und ich bin so auf die Reaktionen hinterher gespannt!

Wie ihr auf dem Foto sehen könnt, habe ich auch im heimischen Stall eine neue Freundin gefunden. Die "kleine" Maus ist einfach ganz zauberhaft und es freut mich, dass ich ihr wohl auch sympathisch bin. Ich bin sehr gespannt, wo ihre Reise hin gehen wird.

Ich hoffe euer Jahr hat gut begonnen und dass ihr euch wirklich gut messbare und realistische Ziele für dieses Jahr vorgenommen habt!

Meine größten Ziele dieses Jahr sind:

1) den Rücken gesund erhalten

2) mindestens einen großartigen Ausritt mit Dino irgendwo auswärts unternehmen (Dänemark? Lüneburger Heide? Harz?...?)

3) mindestens ein weiteres Produkt online in den Verkauf bringen - die smarten Trainingskarten. Wenn es gut läuft auch noch den ersten Einsteiger-Online-Kurs

 

Was sind eure Ziele?


17.12.2019

Blickschulung - für mich ein immens wichtiges Thema! Ich habe schon immer, sogar als kleines Kind gern an der Bande gestanden und zugesehen. Damals natürlich noch ohne großes Wissen darum, ob das gut ist, was ich da sehe oder nicht. Aber an der neugier und an dem Drang, meinen Blick zu schulen, hat sich seither nichts verändert. Ich versuche Feinheiten zu erkennen und mich ständig darin weiter zu entwickeln. Leider erlebe ich häufig, dass viele Reiter keinen geschulten Blick haben und gar nicht erkennen können, was da so vor sich geht. Wann ein Bewegungsablauf im Pferd rund und gesund ist, welche Muskeln anders aussehen sollten, ob ein Reiter "korrekt" sitzt, ob Hilfen richtig gegeben wurden, so dass das Pferd sie auch verstehen kann. Ich finde, einen guten Blick zu haben und weiter zu entwickeln ist immens wichtig für einen Trainer - aber auch für jeden einzelnen Reiter sollte dies ein wichtiges Thema sein!

Wer mich in diesem Bereich besonders nach vorne gebracht hat und wen ich wirklich empfehlen kann, ist Anja Beran. Sie kommt zwar aus der klassischen Reiterei, aber ihre Videos sind so wunderbar eingängig erklärt und mit so passenden Bildern und Sequenzen belegt, dass ich dort einige Aha-Momente hatte und viele Dinge nun mit ganz anderen Augen sehen kann. Wer sich und seinem Pferd also etwas Gutes tun will, der darf sich gern mal ein paar Videos, oder wer sogar die Möglichkeit für einen Live-Vortrag hat, auch diesen, ansehen!


07.12.2019

Neue Ideen kreisen in meinem Kopf. Fast täglich habe ich Ideen, was ich noch tun könnte, aber es fehlt doch an der Zeit, um alles umzusetzen! Was ich jedoch umgesetzt habe ist tatsächlich das Skript zu meinem Sitzschulkurs auch für nicht-Kursteilnehmer zu veröffentlichen und: ich habe mir vorgenommen meine lieben kleinen Karteikarten zu jedem Unterricht mitzunehmen und euch als Bonus sozusagen obendrauf eine kleine Zusammenfassung der Einheit zu geben. Ich schreibe euch auf, was wir in der Einheit gemacht haben, worauf ihr achten solltet und was eure Hausaufgaben sind. Da ich gerade dabei bin generelle Trainingskarten zu entwerfen, die dann auch wieder über den Online-Shop verfügbar gemacht werden sollen, kam mir die Idee, ob ich nicht auch individuelle Karten für jeden meiner Schüler entwickeln kann. Ich denke, dies ist eine schöne Idee und ich bin schon sehr gespannt, was meine Schüler dazu sagen, ob es tatsächlich so hilfreich ist wie erwartet, oder ob ich das Projekt lieber wieder einstampfen soll.


21.11.2019

Wow! Fast genau einen Monat habe ich hier gar nichts mehr geschrieben! Die Zeit rast einfach nur so vorbei im Moment!

Es hat sich so viel verändert für mich, ich muss mich noch immer erst neu sortieren. Seit November arbeite ich nur noch 3 Tage die Woche im Büro. So habe ich mehr Zeit für den Unterricht und andere Dinge. Donnerstags arbeite ich beispielsweise ein wenig in meinem Stall und dort habe ich auch die wundervolle Gelegenheit, ein Stütchen etwas näher kennen zu lernen. Sie ist wahnsinnig lieb und verschmust, hat mit ihren 9 Jahren allerdings noch so gut wie gar nichts erlebt oder kennen gelernt. Da sind dann vermeintlich ganz einfache Dinge schon wahnsinnig aufregend - wie beispielsweise noch immer der Weg am Offenstall, dem Trecker und dem Reitplatz vorbei zu ihrer Weide zu spazieren.

Ich bin ehrlich fasziniert von ihr und bin gespannt, wohin die Reise mit ihr so gehen wird - was das Leben so für sie vorbereitet hat.

In der Zwischenzeit habe ich übrigens mein erstes Skript tatsächlich veröffentlicht und sitze schon an dem nächsten, sowie an einem reellen Online-Kurs. Ich hoffe, dass ich bald berichten kann, dass ich auch dies beides veröffentlichen konnte!


23.10.2019

Was ist eigentlich Horsemanship?

Diese Frage begleitet mich ja auch schon eine halbe Ewigkeit....

Oft lese ich darüber, wie Leute damit eine bestimmte "Technik" oder Reitweise bezeichnen wollen.

Aber für was ist es für mich? Für mich bedeutet es etwas anderes. Für mich ist das quasi eine Lebenseinstellung. Ich möchte immer ein gutes Horsemanship zeigen/haben/fühlen. Denn für mich bedeutet "Horsemanship", dass ich für meinen Freund und Partner Pferd immer ein guter Mensch und Freund bin. Ich möchte immer Rücksicht nehmen auf seine Bedürfnisse und Gefühle. Ich möchte immer dankbar sein, für alles, was er für mich tut und leistet. Ich möchte nichts als selbstverständlich erachten und ich möchte immer für seine Sicherheit sorgen.

Gutes Horsemanship hat für mich tatsächlich viel mit Sicherheit zu tun: ich passe auf, dass beispielsweise am Putzplatz nichts herumliegt, an dem er sich aus Versehen verletzen könnte - herunter hängende Halfter von Stallkollegen, Hufauskratzer, Schubkarren, usw. Ich achte auf das Equipment, dass ihm passt und kein Unbehagen oder sogar Schmerzen bereitet. Ich sorge mich um sein Wohlbefinden, sowohl körperlich, als auch geistig und das nicht nur für die Unterbringung, sondern auch vor, während und nach dem Training. Ich möchte ihm helfen in meiner Welt klar zu kommen und es ihm sein Leben in dieser so entspannt wie möglich zu gestalten. Natürlich gehören hierzu einige Regeln, die unter anderem mit Respekt zu tun haben - auch wenn hier wieder viele aufschreien "Respekt" und "Regeln" sind so negativ belastete Worte! Ja, das ist heutzutage leider so, dass diese Worte negativ belastet und auch so aufgenommen werden, aber sie sind es nicht zwangsweise! Alle pochen auf die "Natürlichkeit" und sagen "Schau! Die Wildpferde machen das auch nicht" - ja, das mag sein, aber die Wildpferde haben andere Voraussetzung, was ihr Leben betrifft: sie müssen sich nicht mit Menschen beschäftigen, sie leben nicht eingesperrt, sie sind in dem Sinne nicht abhängig von uns und leben in ihrer eigenen Welt. Aber auf der anderen Seite sage auch ich: "Schau! Wildpferde rempeln sich auch nicht gegenseitig über den Haufen, wenn es sich nicht gerade um ein Spiel oder einen Machtkampf handelt. Nicht einmal auf der Flucht drängelt sich einer in den persönlichen Raum des anderen - selbst hier haben sie ausreichend Abstand zueinander, um sich nicht gegenseitig zu verletzen. Warum lässt du also so viel Nähe von einem frechen Hauspferd zu, welches dir dabei weh tut und keinen Respekt vor dir hat?".

Horsemanship bedeutet für mich, sich mit allen Punkten, die das Wesen Pferd betreffen, auseinander zu setzen und sich damit zu beschäftigen. Ein Leben lang zu lernen.

Was ist Horsemanship für dich?


06.10.2019

Wo bleibt eigentlich die Zeit?

Ständig habe ich das Gefühl, dass der Tag zu wenig Stunden hat... - geht es nur mir so? Es gibt so viele Dinge, die ich noch tun möchte, aber es fehlt die Zeit dazu...

Ich stecke ständig in Fortbildungen für mich und euch, versuche noch Bücher zu lesen, möchte das Online-Business gern aufbauen und möchte Videos für euch drehen. Ich hoffe, dass mir die besinnliche Zeit, die nun folgt, mir ein wenig weiter hilft und dass mir das Wetter keinen zu großen Strich durch die Rechnung macht, was das Filmen angeht.

 

Welche Themen interessieren denn die meisten von euch überhaupt? Sind es die Basics - das, wofür ich stehe? Oder doch die kleine Nische, die ich so gern bespielen würde: Hund & Pferd? Oft sehe ich, dass jemand einen Hund hat, der auch ein Pferd hat. Der aber nie beides miteinander verbindet. Warum nicht? Es macht so einen Spaß mit beiden Vierbeinen gleichzeitig unterwegs zu sein! Ob auf dem Platz oder im Gelände. Hier möchte ich in Zukunft wahnsinnig gern helfen und euch zeigen, wie ihr beide Lieblingsvierbeiner unter einen Hut bringen könnt!


16.09.2019

Was will ich tun?

Diese Frage geht mir schon seit langer Zeit durch den Kopf... will ich bis an mein Lebensende so leben und vor allem: so arbeiten? Die Antwort darauf ist eigentlich ein klares "Nein". Ich möchte gern mehr das tun, was mir Spaß macht und das ist die Arbeit mit den Pferden und euch Schülern! Wie aber kann man davon leben? Wenn man im Basis-Bereich unterwegs ist, so wie ich - dann eher schwer bis gar nicht, lautet die Antwort. Aber bereuen tut man eben doch nur die Dinge, die man nicht getan hat und daher sollte ich vielleicht doch mal mutig sein und mich in neue Gewässer vorwagen. In meinem Urlaub sind so einige Gedanken in meinem Kopf herangereift, was ich noch tun könnte, anders machen könnte usw. Und ich habe einen Ansatz gefunden, den ich gern verfolgen möchte. Wie immer muss man hierfür erst etwas Geld in die Hand nehmen, um sich ideal vorbereiten zu können, aber diesen Schritt habe ich nun gewagt und ich bin sehr gespannt, wohin mich der Weg führen wird. Ich hoffe, ihr werdet mich treu begleiten und unterstützen! :)


16.08.2019

Nachdem ich mich nun seit 2 Monaten im dem Online-Kurs von Sandra Fencl befinde, habe ich doch tatsächlich ein paar neue Ansätze für das Training, aber vor allem auch für die Gesundheit meines Ponies für mich mitnehmen können... Aktuelle beschäftigt mich jedoch eines sehr nachhaltig: das Thema Hufe. Ja, die Hufe von Dino waren in den 10 Jahren, die ich ihn habe, noch nie sonderlich toll. Und ich bin mittlerweile auch tatsächlich in dem Glauben, dass ihm wirklich nicht zwingend irgendetwas besonderes fehlt, sondern dass er einfach bei den Genen dort kein großes Glück gehabt hat. Das passiert, das ist doof, aber eben nicht zu ändern.

Was mich jedoch beschäftigt ist die Art der Bearbeitung. Es ist ja wie bei allem: fragt man 10 Leute bekommt man 12 Meinungen... ich versuche ja immer in allem meine eigene Meinung zu bilden und zu finden, das fällt mir in diesem Fall jedoch wirklich schwer. Ich kann verschiedene Ansätze komplett verstehen und nachvollziehen und dennoch weiß ich nicht, welcher der für Dino richtige ist! Und so schwebt mir immer mehr im Kopf herum, ob es nicht Sinn machen würde, mir selber so viel Wissen anzueignen und ebenso viel technisches Können, als dass ich ihn "einfach" selber bearbeite.

Warum aber muss es denn erst so weit kommen, dass man sich Gedanken darüber macht, dass man am liebsten alles selber macht, weil man nicht weiß, wem man vertrauen kann? Das ist doch mehr als schade! Ich bin ja gern bereit jemanden für seine Leistung zu bezahlen, aber ich habe leider vermehrt das Gefühl, dass bei Menschen, die ihr Geld mit etwas verdienen, Dinge einfach nur nach Standard abgefertigt werden müssen, damit es schnell geht, aber niemand mehr auf das Individuum Pferd eingeht. Wie findet man vorab jemanden in diesem Bereich, der offen für Fragen ist, der logisch erklären kann, was da tut, der auch bereit ist einen neuen Weg zu gehen und zu schauen, was für dieses eine Tier das beste ist? Wenn ihr da einen Tipp für mich habt, dann immer gern her damit ;)

Bis dahin grübel ich noch eine Weile über eine Lösung für die momentan katastrophalen Füße meines Dinos...

 

Die Collage zeigt übrigens seinen linken Vorderhuf vor meiner eigenen Bearbeitung und danach - ich weiß, man erkennt nicht wahnsinnig viel, aber ich habe eine Idee davon, wo die Reise hingehen könnte..., ihr auch?


05.08.2019

Am Wochenende waren mein Mann, mein Hund, Dino und ich gemeinsam spazieren. Es war super harmonisch und entspannt, alle schienen den Spaziergang zu genießen, die Luft, die Umgebung, Seele baumeln lassen.

Kurz bevor wir wieder am Stall angekommen waren, fragte ich meinen Mann, ob er nicht die letzten paar Meter reiten möchte. Ich hatte vorsorglich eh das Pad ans Pony geschnallt und ich wusste, dass er die Tage vorher etwas Rückenschmerzen hatte und reiten tut immer wahnsinnig gut. Er war auch direkt begeistert und schwang sich auf Dinos Rücken. Wir waren noch keine 3 Meter gegangen/geritten, da schnaubte Dino mehr als zufrieden ab. Er hatte von Anfang an gleich etwas mehr Geschwindigkeit drauf, sobald mein Mann auf dem Rücken Platz genommen hatte - das kenne ich schon von ihm. Aber was mich wahnsinnig fasziniert hat war: dass er nun einen noch zufriedeneren Gesichtsausdruck hatte und noch entspannter war als zuvor, Lust und Freude am Laufen hatte (er war zu Beginn der Tour eher etwas gemütlich unterwegs) und eben so abgeschnaubt hat. Da drängte sich mir die Frage auf: was mache ich bloß mit dem, wenn er in Rente geht? Klar, dass soll hoffentlich erst in 10 Jahren passieren, aber man weiß ja leider nie...

Er macht das Spazierengehen ohne Frage artig mit, aber als ich diesen Wechsel im Pony gesehen habe, wurde mir bewusst: ich glaube, er findet reiten einfach toller als alles andere, was wir am Boden so machen. Da ist es wieder - mein kleines Arbeitstier. Der freudig auf der Weide entgegen gelaufen kommt und einen ganz enttäuscht anguckt, wenn man nichts weiter von ihm will. Ich weiß, alle Welt findet, Spazierengehen stärkt die Bindung und muss unbedingt zur Abwechslung gemacht werden - das gehe ich auch zum Teil und vor allem für manche Pferd-Reiter-Paare mit, aber in unserem speziellen Fall habe ich das Gefühl, dass wir einfach für etwas anderes gemacht sind. Und lange habe ich gedacht: nein, du musst auch was anders machen! Du kannst ihn nicht ewig reiten! Aber so langsam stelle ich mir die Frage: warum denn nicht? So lange er mich gesund tragen kann - warum denn nicht? Wenn er so ganz offensichtlich mehr Freude daran hat als an Bodenarbeit und Spaziergängen? Klar!


19.07.2019

Lange habe ich meine Gedanken darum kreisen lassen, ob ich euch immer mal wieder an ein paar meiner Gedanken teilhaben lasse..., ich denke, viele werden diese Worte eh niemals lesen, aber dennoch habe ich Lust, sie "laut auszusprechen".

 

Die letzten Tage und Wochen habe ich mich immer mal wieder sehr intensiv wieder mit meinem Pony und den Themen rund um das Training und die Geschehnisse drumherum beschäftigen können. Nach der langen Krankheitsphase, in der es nur darum ging, dass Dino hoffentlich wieder ganz gesund wird, ist das durchaus ein riesiger Fortschritt für mich. 

 

Ich hatte das Glück einen Platz in der Online-Pferdeausbildung bei Sandra Fencl zu bekommen, der mir zwar noch nicht wahnsinnig große neue Erkenntnisse gebracht hat, aber der mir beispielsweise noch einmal enorm viel Input in verschiedene gesundheitliche Aspekte gibt und mich in der Blickschulung noch einmal voran bringt.

 

Ein regelmäßiger Austausch mit anderen Schülern dort und mit meinen Reitermädels bringt mich auch auf verschiedene Dokumentationen und DVDs über das, was ich der Welt im Fernsehen und auf anderen Plattformen leider immer wieder als gutes und schönes Reiten angepriesen wird. Gerade hierüber kreisen meine Gedanken heute sehr viel. 

 

Auf Instagram und Facebook finde ich gerade sehr viel zu den Wettbewerben in Aachen und ich bin schockiert darüber, wie viele Leute das bejubeln, was da passiert. Natürlich - ich gebe jedem meine Höchstachtung, der sein Pferd überhaupt in eine solche Arena bringen kann, denn ich bin selber beim Mustang Makeover schon dort gewesen und war als Mensch schon wahnsinnig beeindruckt von der Kulisse, da will ich nicht wissen, wie es einem Pferd da drin ergehen muss, aber: eben genau dort - beim Mustang Makeover - habe ich auch erleben dürfen, wie anders es geht! Wie nett man mit dem Partner Pferd so eine wahnsinnige Leistung erbringen kann, ohne dass man das Pferd mit Sporen und Kandarren und auf die Brust gezogene mit aufgerissenen Mäulern und Augen ausgestattete Pferdköpfe piesacken und wirklich vergewaltigen muss. Warum sieht das denn niemand? Wie kann man solche Leute bejubeln?

 

Jeder der mich kennt weiß, dass ich sicherlich auch kein Wattebauschenwerfer bin, aber so etwas? Das muss doch wirklich nicht sein!

 

Dass sich nicht jeder mit der Biomechanik des Pferdes beschäftigen mag ist das Eine (wobei ich auch da finde, dass jeder, der reitet oder ein Pferd hat, wenigstens Grundlagen kennen sollte... aber das ist ein anderes Thema), aber dass man gut findet, wie die Pferde im Gesicht aussehen? Unfassbar!

 

 

Bitte bitte bitte liebe Leute - macht die Augen auf! Und das nicht nur auf den großen Plätzen - schaut auch zu Hause genau hin! Fangt bei euch selber an - seid ein gutes Vorbild! Traut euch etwas zu sagen, wenn ihr woanders Missstände seht. Es geht hier nicht darum, jemanden zu bevormunden oder seine Denkweise überzubügeln (ich denke jeder mit einem gesunden Menschen( und Tier-)verstand weiß, wie ich das meine...), aber offensichtliche Missetaten aufzudecken. Es muss ja nicht mal im Bewussten böse gemeint gewesen sein, manche Leute wissen es eben leider einfach nicht besser und sind sogar dankbar über gute und nett formulierte Hinweise! Die Tiere können leider nicht reden und sind oft viel zu gutmütig und ertragen viel zu viel. Bitte helft ihnen!